September – endlich war die Zeit reif für die Vollendung unseres japanischen Mythologie-Zyklus! Nach dem epischen Auftakt mit Izanagi und Izanami riefen wir unter dem Banner DIVINE TEMPEST erneut auf das Victoria-Areal an der Brauerei. Dem Ruf, die beiden ungestümen Naturgewalten Raijin und Fūjin gebührend in unseren Reihen willkommen zu heissen, folgten drei brachiale Bands – inklusive einer waschechten Schweizer Premiere!
Sturm, Malz & Mythologie: Die Götter des Himmels
Als leidenschaftliche Metalheads ist für uns klar: Ein standesgemässer Götter-Release funktioniert nur mit harten Riffs und frisch gezapftem Bier. Im Zentrum des Events standen die beiden Götter-Brüder:
- Raijin (West Coast IPA): Gewidmet dem Gott des Donners. Strohgelb, trocken und mit schneidender Bittere ausgestattet. Ein massives Hopfenfeuerwerk aus Chinook, CTZ, Idaho 7 und Strata schlägt ein wie ein Blitz.
- Fūjin (East Coast IPA): Gewidmet dem Gott des Windes. Samtweich, trüb und vollgepackt mit tropischen Fruchtexplosionen dank sieben erlesener Hopfensorten.
Wie schon bei ihren Vorfahren Izanagi und Izanami haben wir auch bei diesen beiden Brüdern feine Reisflocken als verbindende Signatur im Sudhaus eingesetzt.
Und weil zwei neue Biere für unseren Durst noch lange nicht reichen, haben wir klammheimlich einen dritten Neuzugang ins Sortiment eingeschleust: Luminas! Ein naturtrübes Lager mit einem erlesenen Schweizer Hefestamm – schlank, samtig, extrem süffig und wie geschaffen für lange Konzertabende.
Der Tag des Sturms: 19. September 2026
Das Wetter meinte es abermals gut mit uns: Bei strahlendem Spätsommer-Sonnenschein öffneten wir um 17:00 Uhr die Tore für unser Open-Air-Spektakel. Die Zapfhähne liefen von der ersten Minute an heiss, während sich das Infield rasch füllte.
Das Line-up der Naturgewalten:
- Ministry of Sin: Um 18:00 Uhr übernahmen die Luzerner das Kommando auf der Bühne. Schnörkellos, wuchtig und direkt auf die Zwölf hämmerten sie ihre metallischen Klänge durch die Menge – der perfekte, kompromisslose Startschuss in den Abend!
- Tyrmfar: Als Nächstes enterten die Blackened-Death Metaller aus dem Unterwallis die Bretter. Trotz kleiner technischer Sound-Herausforderungen zu Beginn zogen sie das Publikum augenblicklich in ihren Bann. Düstere, drückende Riffwände verschlangen das Licht und hinterliessen eine eiskalte, faszinierende Atmosphäre.
Portugiesisches Sound-Gewitter: Die Schweizer Premiere
Als die Dunkelheit über das Areal hereinbrach, schlug die Stunde unseres Headliners: Dark Oath betraten die Bühne – und feierten dabei ihre allererste Show auf Schweizer Boden überhaupt!
Was dann folgte, war schlichtweg monumental: Mit ihrem epischen Symphonic Melodic Death Metal entfachte die Band aus Portugal ein musikalisches Inferno, das die Menge in pure Ekstase versetzte. Nach gut 60 schweisstreibenden Minuten endete das offizielle Set unter tosendem Applaus. Doch das Publikum wollte mehr – ohrenbetäubende Zugabe-Rufe hallten über das Gelände.
Backstage herrschte kurz Ratlosigkeit: Die Band hatte schlichtweg keine weiteren Songs vorbereitet! Nach einer Blitzbesprechung trat Frontfrau Sara mit einem breiten Grinsen nochmals ans Mikrofon: „Wir haben keine weiteren Songs im Gepäck – wollt ihr einen Track von vorhin einfach noch einmal hören?!“ Die Antwort der Menge war ein markerschütterndes JA! – und so brannte die Hütte zu einem der Band-Favoriten ein zweites Mal lichterloh. Ein Gänsehaut-Moment für die Ewigkeit!
Bis zum nächsten Sturm
Erschöpft, verschwitzt und mit unendlich breitem Grinsen im Gesicht leerte sich das Areal zu später Stunde. Was für ein Abend, was für ein Release!
Ein riesiges Dankeschön an Ministry of Sin, Tyrmfar, Dark Oath sowie an alle fleissigen Helfer, Zapfmeister und Gäste, die diesen Tag legendär gemacht haben.
Keep the spirit alive!
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